Meine Liebe für Dubstep steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen. Sie ist noch ganz klein und muss behutsam gehegt und gepflegt werden. Wie bei Blumen auch ist zu viel gießen manchmal nicht gut, so dass ich mich ganz langsam an das Genre rantaste. Robot Koch ist für jemanden wie mich sozusagen das perfekte Düngemittel. Bei seiner neuen LP Cosmic Waves fand ich immerhin genu die richtige Dosierung. Ich sitze, der in entspanntem Tempo laufenden Musik lauschend und kopfnickend, in meinem Zimmer und spüre, dass das etwas Anderes ist, als ich gewohnt bin. Aber bei Weitem nichts Schlechtes.
Das liegt bestimmt auch daran, dass ich mich bei allen acht Titeln der LP ein wenig an Nosaj Thing erinnert fühle. Und die Musik mag ich ja wirklich sehr. Und auch die fünf Titel, die in Zusammenarbeit mit anderen Produzenten entstanden sind, enstprechen meinem Geschmack. Den Klängen von Nosaj Thing am nahesten kommt höchstwahrscheinlich Void. Ein Lied was in Zusammenarbeit mit Submerse entstanden ist. Nur soviel zu Ähnlichkeiten des Klangs.
Grundsätzlich überrascht mich Cosmic Waves mit einer grazilen Undüsterkeit, die ich gar nicht erwartet hatte. Bisher war Dubstep für mich immer eher mit tiefen, düsteren Klängen verbunden. Hier aber fließen hin und wieder Samples von Vocals oder Streichern ein, die das ganze doch sehr auflockern und fast beschwingt erscheinen lassen.
Das ganze Paket gibt’s ab dem 31. August dann für jedermann im freien Handel zu kaufen. Ich für meinen Teil bin, soweit man das nach dem Hören einer LP sagen kann, froh schon vorher reingehört haben zu dürfen. Mal einen Blick über den Tellerrand des eigenen Musikgeschmacks zu werfen lohnt sich in vielen Fällen — in diesem hier unbedingt.

Zu Hören gibt’s hier auch schon mal ein paar Sachen. Nur, um einen kleinen Vorgeschmack zu haben!