
Als mich die Mail von ReSolute erreichte, wusste ich erst nicht so 100%ig was damit anzufangen ist. Dann las ich Brooklyn und konnte somit das ganze lokalisieren und mir wurde ein wenig warm ums Herz, da unser kleines Projekt anscheinend sogar die Runde bis über den großen Teich gemacht hat. Post aus Brooklyn. Das bekommen wir wirklich nicht jeden Tag. Wir wurden also nach unserer bescheidenen Meinung zum neusten Release des Labels, auf dem auch Maceo Plex und Agaric zu Hause sind, gefragt. Da sage ich nicht nein.
Das sind sie – jedenfalls in kleinen Teilen – die fünf Tracks der Bliss EP von Franklin De Costa. Vielmehr, die fünf Tracks, die es geben kann, wenn man sich denn Vinyl und MP3s anschafft. Ich habe mir, genau wie ihr gerade auch, vorerst die Snippets angehört. Denn nicht jede Mail, die in meinem Postfach liegt, hat auch gleich etwas im Gepäck, was meinem Geschmack entspricht. Franklin De Costa, das weiß ich jetzt, wo ich mir alle Titel komplett angehört habe, und wusste es auch gleich nach dem Hören der Soundschnipsel, gehört definitiv in mein Interessenspektrum.
Die EP ist ein ziemlich gelungenes Päckchen feinster Klänge im Vier-Viertel-Takt. Das minimale Musik nicht langweilig wird, beweist De Costa irgendwie in jedem der fünf Titel. Denn bei keinem der Lieder belässt er es bei einer einfachen Melodie, obgleich die doch irgendwie immer zu hören ist. Es sind mehr Klangspiralen, die sich mal nach oben, mal nach unten drehen – nur um wieder die Richtung zu ändern. Das macht die Platte sehr eigen. Eigen in dem Sinne, dass ich für meinen Teil solche Klänge bisher noch nicht oft gehört habe – was nicht heißen muss, dass es etwas ähnliches nicht auch vorher schon gab.
Ich muss mich also Bedanken. Bedanken für diesen kleinen musikalischen Ausflug nach NYC – auch wenn sich Franklin De Costa in Berliner Hemisphären bewegt – für eine Erweiterung meines, anscheinend doch noch sehr kleinen, Horizonts und dafür, dass ihr einige der Titel ab jetzt auch in unserem Radio hören dürft.

