Wie viele sicherlich bereits wissen fand gestern die bereits elfte Global Space Odyssey in Leipzig statt. Glaubt man der LVZ, sind im Schnitt ca. 3500 Teilnehmer dabei gewesen, ich konnte leider nicht dabei sein, sondern musste bis um sieben arbeiten. Danach jedoch mischte ich mich unter die Leute im Richard Wagner Hain und zelebrierte Musik unter freiem Himmel. Das Tanzen ist natürlich schön, aber ohne die kulturpolitische Aussage der GSO natürlich nicht ganz so viel wert. Die Idee ist eine, wie ich finde, ganz gute. Diskussion scheitert in Leipzig nur leider viel zu oft, bevor sie richtig angefangen hat. So war es bei ‘Nachhaltige Tanzkultur’ und ähnlich ist es beim gerade vorgestellten Entwurf für einen “Rave Kodex”. Bevor der überhaupt konkrete Formen annimmt, wird dem gemeinen Tänzer desinteresse unterstellt und der Sache an sich keine Chance gegeben sich zu entwickeln. Dabei sollte man froh sein, dass es Leute gibt, die sich dahinter klemmen und so etwas ausarbeiten. Das mit konstruktiver Kritik oder eigenen Ideen zu unterstützen ist aber scheinbar zu viel verlangt.
Die Global Space Odyssey ist eine kulturpolitische Demonstration und versteht sich als Plattform für die verschiedensten alternativen Kulturschaffenden in Leipzig. Wir engagieren uns, weil uns wichtig ist, was in unserer Stadt passiert!
It’s Yours! Radioshow GSO Special – 20.07.11 by itsyours
Zurück zur GSO. Die gehört im elften Jahr einfach dazu und ist in Leipzigs Demo Historie die vermutlich bunteste Veranstaltungen. Mehr zur GSO findet ihr hier und hier. Das Konzept zur Freiflächennutzung liegt als PDF vor. Bunt war, nachdem ich noch einen Zwischenstop im Lindenfels Westflügel eingelegt hatte, auch die After Show Party. Beim Werk II denke ich zu allererst an die Eröffnung der Halle D, die mir das erste mal das ungute Gefühl in einer Großraumdisko zu stehen gegeben hat. Gegen halb Acht war es dann vorbei mit der Feierei, uns wurde knallhart der Saft ausgedreht. Sowas sorgt für Unmut und hinterlässt vor allem dann einen faden Beigeschmack wenn, wie heute, noch reichlich fitte Menschen das Tanzbein schwingen wollen. Und dann ist es auch nicht weit zum Brüllaffen:”Ja ja, von wegen Freiräume!”. Nützt ja aber alles nichts, wenn der Veranastaltung ein zeitliches Limit gesetzt wurde. Wir gingen dann Frühstücken. Sonntags halb zehn in Deutschland.


