Viel zu lange habe ich die EP jetzt schon hier rumliegen – an dieser Stelle also die Bitte um Entschuldigung. Nichtsdestotrotz höre ich sie mir immer noch gern an. Denn was Electric Ocean People aus Hamburg auf Concrete And Machines zu Gehör bringen sollte genossen werden. Ich bin irgendwann mal auf die Musik gestoßen, als ich bei tape.tv durchgezappt habe.


Concrete And Machines
hat nur wenige Momente, von denen man im Nachhinein sagt “Das war schön”. Das klingt jetzt härter, als es gemeint ist. Denn für mich birgt die Musik gerade in ihrer düsternen Melancholie ihren Reiz. Und die zieht sich durch alle acht Titel der EP.

Die Soundfülle, die Electric Ocean People aufbauen ist auf der Platte hervorragend abgemischt. Die Stimmen glockenklar zu hören und jeden kleinen Schnipsel der Musik kann man herausfiltern. Was auf der Scheibe so gut klingt, war für mich jedoch Live etwas störend. Das lag sicher auch ein wenig an den technischen Schwierigkeiten, aber eben auch an dieser Fülle an Geräuschen, die dort auf einen Einprasseln.

Ich kann mich jedenfalls nicht so recht entscheiden, welcher Titel mir am besten gefällt. Klare Favoriten sind North, immerhin der erste Titel, den ich von den Hamburgern gehört habe, und Paper Airplanes. Neben der schönen Musik ist noch die gelungene Gestaltung hervorzuheben. Bei dieser EP hat man keine Kunststoff-, oder Papphülle in der Hand. Nein, diese LP ist ein hochformatiges Stück Papier verpackt. Darauf sind Illustrationen von Amadeus Treppa zu sehen, die auf den ersten Blick nicht so recht zur Musik passen wollen. Bei genauerem Hinsehen stellt man aber fest, dass durchaus die Melancholie der Musik auch in den Illustrationen wiederzufinden ist.