Max Cavalerras letztes Release „The Bigger, The Better – EP“ liegt nun doch schon ein Jahr zurueck, sorgt aber nichtsdestotrotz immer noch fuer gehoerig Nachhall. Nun erscheint endlich eine Fortsetzung des Müncheners, der bisher nicht nur auf Karmarouge und Broque sondern auch auf Harthouse famose Tracks veröffentlicht hat.
Max demonstriert auf seiner Eternity EP sogar noch intensiver als gewohnt, welche Kontraste seine musikalische Welten bestimmen: zum einen tiefgründig melodisch, zum anderen energiegeladen exzessiv. Hinzu gesellt sich dieses Mal ausserdem Axel Bartsch, Betreiber des Labels „Sportclub“, der mit seinem Remix zwischen den vermeintlichen Gegensätzen vermittelt.
Setlist:
#1 bullet of choice (coproduced by patrick baer)
#2 scare the robot
#3 resize your mind
#4 eternity
#5 eternity (axel bartsch remix)
Den Download gibts wie immer hier.
Unsere Meinung:
Energiegeladen exzessiv ist dieses Release in der Tat. Für die Fans von Melodie und Harmonie eher abschreckend bietet Max Cavalerra einiges an Bass an. Da wackeln im Club die Wände, draußen hört man das monotone Gewummer – Leute tanzen. Genau das kann ich mir bei den ersten beiden Tracks ‘bullet of choice’ und ‘scare the robot’ sehr gut vorstellen: Endlich wird man beim Tanzen nicht alle Nase lang vom Refrain oder einer langen Pause unterbrochen, könnte man sagen. Ein guter Dienst am Tänzer also.
‘resize your mind’ ist dann schon melodiöser, wenngleich nicht weniger basslastig. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr! Denn die Melodien sind auch hier alles andere als dominant und verleihen dem Track doch einen sehr Loungeartigen Charakter. Mit sich immer wiederholenden Abschnitten, die nur geringfügig variiert wurden, erreicht Max Cavalerra hier zwei Dinge: Einerseits den totalen Exzess beim “geschafft in den Morgen Tanzen”, andererseits eine nachdenkliche Stimmung – wenn nicht sogar melancholisch. Da weiß ich so spontan gar nicht für was ich mich entscheiden soll. Aber der Track heißt hoffentlich auch nicht ohne Grund ‘resize your mind’.
‘eternity’ kommt mir dagegen fast schon romantisch vor. Zwar dominieren die Melodien auch hier keineswegs, doch durchbrechen immer wieder exotische Klänge die harte Soundfassade und geben dem Track einen unverwechselbaren Touch. Der Remix des basagten Titels ist für mich weniger ein Vermitteln, als ein Weiterführen. Ohne das ich sagen kann wieso es so ist wie es ist, muss ich sagen, dass mir beide Titel sehr gut gefallen. Da muss jeder für sich einen Favoriten finden. Für den einen wird das der Remix von Axel Bartsch sein, für den anderen das Original von Max Cavalerra.


